lustig, wie das "wc besetzt"-schild immer wieder rot aufleuchtet. menschen rumpeln an mir vorbei. ein mann stößt mit seiner tasche gegen meinen sitz.
die abendsonne taucht den bahnhof in orangenes licht, wie ein halb entwickeltes polaroid-foto. nostalgisch, irgendwie. geisterstadt.
nur eine minute verspätung bisher. irgendwie läuft momentan alles viel zu glatt. genau so wie jetzt habe ich mir vor ein paar wochen die "guten zeiten" vorgestellt.
darauf, dass mein unterbewusstsein etwas verdrängt, deutet lediglich der permanente "bruder jakob"-ohrwurm hin, passenderweise mit dem bild eines duracell-häschens vor meinen augen dabei. ein freund meinte, so etwas hätte er auch, nach der einnahme bewusstseinserweiternder mittelchen. der sonnenuntergang spiegelt sich in der scheibe gegenüber.
ich will nicht verdrängen, ich weiß nur nicht wohin mit diesen gefühlen.
gestern abend, als du auf einmal inmitten dieser riesigen konzertmasse überraschend vor mir standest, stieg sie bereits in mir auf, diese angst.
"aber du weißt doch, als wir uns über das neue album unterhalten haben, meinte ich doch, ich würde gerne zum konzert."
stimmt, das hattest du gesagt.
also waren wir nun zusammen hier.
beim dritten lied konnte ich nicht mehr still stehen, meine hand streift beim tanzen deinen arm. alles okay - wir sind nur noch gute freunde.
warum sollten wir das auch nicht sein, nach einem dreiviertel jahr glücklicher beziehung?
"ha, fangfrage!" schreit mein unterbewusstsein.
"es kommt, wie es kommen soll." stehen wir deswegen heute abend nebeneinander hier?
wenn die menschen doch nur nicht so schrecklich drängeln würden. ich beobachte die zwei mädchen vor mir. ganz hektisch fuchtelt die eine mit ihrer kamera rum. "mein gott, diese groupies immer!" kommt es genervt von meiner freundin neben mir. ich muss leise lachen.
als ich mich umdrehe, sehe ich, wie ein bitteres lächeln über dein gesicht huscht.
ja, die groupies.
die show ist gut. mein körper bewegt sich wie automatisiert im takt. mein kopf hängt tausend gedanken nach, ich bemerke kaum noch, wie die minuten und lieder verstreichen.
lieblingslied.
dass du deine hand auf meine schulter gelegt hast, bemerke ich erst als du sie wieder wegnimmst, um zu applaudieren. etwas fehlt. tränen in meinen augen.
zu viele erinnerungen hängen an diesem song. der bass des nächsten liedes setzt treibend ein.
die massen um uns herum bewegen sich. gummiartig, fast wie quallen unter wasser.
plötzliche angst verloren zu gehen.
deine finger streifen meine hand, halten sie fest. hast du es mir angesehen?
das saxophon setzt ein. hey, war das eine geheime absprache, dass er diesen song genau jetzt spielt? ich taumele vor schreck von einem fuß auf den anderen. aus dem takt gekommen.
kurz lehne ich mich an deine schulter.
ich glaube ich habe dich noch nie so traurig gesehen.
die abendsonne taucht den bahnhof in orangenes licht, wie ein halb entwickeltes polaroid-foto. nostalgisch, irgendwie. geisterstadt.
nur eine minute verspätung bisher. irgendwie läuft momentan alles viel zu glatt. genau so wie jetzt habe ich mir vor ein paar wochen die "guten zeiten" vorgestellt.
darauf, dass mein unterbewusstsein etwas verdrängt, deutet lediglich der permanente "bruder jakob"-ohrwurm hin, passenderweise mit dem bild eines duracell-häschens vor meinen augen dabei. ein freund meinte, so etwas hätte er auch, nach der einnahme bewusstseinserweiternder mittelchen. der sonnenuntergang spiegelt sich in der scheibe gegenüber.
ich will nicht verdrängen, ich weiß nur nicht wohin mit diesen gefühlen.
gestern abend, als du auf einmal inmitten dieser riesigen konzertmasse überraschend vor mir standest, stieg sie bereits in mir auf, diese angst.
"aber du weißt doch, als wir uns über das neue album unterhalten haben, meinte ich doch, ich würde gerne zum konzert."
stimmt, das hattest du gesagt.
also waren wir nun zusammen hier.
beim dritten lied konnte ich nicht mehr still stehen, meine hand streift beim tanzen deinen arm. alles okay - wir sind nur noch gute freunde.
warum sollten wir das auch nicht sein, nach einem dreiviertel jahr glücklicher beziehung?
"ha, fangfrage!" schreit mein unterbewusstsein.
"es kommt, wie es kommen soll." stehen wir deswegen heute abend nebeneinander hier?
wenn die menschen doch nur nicht so schrecklich drängeln würden. ich beobachte die zwei mädchen vor mir. ganz hektisch fuchtelt die eine mit ihrer kamera rum. "mein gott, diese groupies immer!" kommt es genervt von meiner freundin neben mir. ich muss leise lachen.
als ich mich umdrehe, sehe ich, wie ein bitteres lächeln über dein gesicht huscht.
ja, die groupies.
die show ist gut. mein körper bewegt sich wie automatisiert im takt. mein kopf hängt tausend gedanken nach, ich bemerke kaum noch, wie die minuten und lieder verstreichen.
lieblingslied.
dass du deine hand auf meine schulter gelegt hast, bemerke ich erst als du sie wieder wegnimmst, um zu applaudieren. etwas fehlt. tränen in meinen augen.
zu viele erinnerungen hängen an diesem song. der bass des nächsten liedes setzt treibend ein.
die massen um uns herum bewegen sich. gummiartig, fast wie quallen unter wasser.
plötzliche angst verloren zu gehen.
deine finger streifen meine hand, halten sie fest. hast du es mir angesehen?
das saxophon setzt ein. hey, war das eine geheime absprache, dass er diesen song genau jetzt spielt? ich taumele vor schreck von einem fuß auf den anderen. aus dem takt gekommen.
kurz lehne ich mich an deine schulter.
ich glaube ich habe dich noch nie so traurig gesehen.
3 Kommentare:
halloooo :)
ich hätte mal ne frage an dich...hast du irgendwie ne email addy oder sowas wo man dir schreiben kann?
LG
ROCK ON xx
liebsten dank, das ist supi lieb! wird schon schief gehen ;)
zauberhafter text!
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