06.09.2011

zig nervenzusammenbrüche und höhenflüge später.

oft habe ich mir in letzter zeit die frage gestellt, ob es sinn macht, diesen blog nach seiner "sommerpause" wiederzubeleben. ob und wie genau es nach diesem post weitergeht weiß ich noch nicht, aber zumindest für den moment hatte ich wieder das bedürfnis, hier zu schreiben.

so sitze ich nun also hier, an diesem frühherbstlichen (oder spätsommerlichen?) abend in meiner kleinen feinen wohnung in leipzig, in die es mich nach einem mehr als turbulenten sommer wieder verschlagen hat. ohne zu melodramatischen übertreibungen neigen zu wollen, kann ich doch recht einen gewissens behauten, dass ich die vergangenen monate zu den prägendsten meines lebens zählen kann. begonnen hat die ganze sommer-odysse mit einem einmonatigen aufenthalt in magdeburg (es lohnt sich kaum viele worte darüber zu verlieren, nur soviel: praktikum im rahmen der vorbereitung eines musik-festivals). jeder einzelne dieser tage war purer hass. nein halt, falsche sichtweise. jeder dieser tage dort hat mir neue erkenntnisse gebracht, für die ich nun im nachhinein auch sehr dankbar bin. die zeit hat mich definitiv stärker gemacht, auch wenn ich das damals nicht für möglich gehalten hätte und fast daran kaputt gegangen wäre.
doch wie es tatsächlich so ist (und wie meine liebe frau mutter zu meiner großen freude auch ständig zu erinnern pflegt) hat eben doch alles im leben seinen sinn. denn wäre ich nicht nach magdeburg gegangen um anschließend wieder von dort zu flüchten, wäre ich womöglich nie zu dem job gekommen, der für mich doch so ziemlich alles veränderte. keine große, spektakuläre sache, nichts wovon ich jemals gedacht hätte, dass ich darin so sehr aufgehen würde. trotz 70stunden-woche verbrachte ich so wohl einige der schönsten und glücklichsten wochen. ständig strömten neue erfahrungen und erkenntnisse auf mich ein, nicht nur den job und die ausbildung betreffend, sondern auch über mich selbst, meine zukunft und und überhaupt das ganze leben. feste vorsätze wurden umgewurfen, schranken durchbrochen, neue sichtweisen eröffnet und mit ganz viel mut und unterstützung große schritte nach vorne gewagt. das alles ist natürlich nicht nur dem job ansich zu verdanken, sondern vor allem den wunderwunderbaren menschen, mit denen ich zusammenarbeiten durfte. es mag kitschig oder übertrieben klingen, aber ich habe noch nie so viele von herzen aus schöne menschen auf einem haufen angetroffen. wenn ich überhaupt schon jemals menschen getroffen haben sollte, die mit diesen vergleichbar wären.

es ist ein gutes gefühl, auf so viele entscheidende momente zurück blicken zu können und gleichzeitig nach vorne schauen zu können und ein glasklares zukunftsbild vor sich zu haben. und so kehre ich nun der musikwirtschaft, mit der ich mich die letzten jahre ja in jeglicher ihrer formen mit größtem eifer herumgeschlagen habe, zumindest so halbwegs den rücken zu (auch wenn das einer der mir so ans herz gewachsenen menschen wohl nie so ganz nachvollziehen könen wird ;)) zu wende mich dem zu, worin in nun den "richtigen weg" gefunden zu haben scheine. wenn ich eines begriffen habe, dann dass die kleinen schritte manchmal die bedeutendsten sind.

zurückgelassen mit so viel dankbarkeit im herzen bleibt mir nur, diese, in große kuchenstückchen verpackt, an all die menschen zu senden, von denen ich in den vergangenen monaten so viel großartige unterstützung erfahren habe.

[und euch anzukündigen, dass es auf diesem blog wohl die eine oder andere veränderung geben wird, denn ich habe mich verändert und meine welt mit mir.]

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1 Kommentar:

T. hat gesagt…

Ich würde so gerne wissen, was du machst, oder den Job den du gemacht hast.
Du schreibst immer so unglaublich geheimnisvoll, dass ich dich am liebsten schütteln würde :D ... damit du mir alles erzählst oder die Informationen aus dir heraus plumsen ^.^....